Jenseits der Sterne

 

Ich möchte dort sein, wo Du mich erwartest,

Im Seelenreich, wo die Liebe lebt,

Jenseits der kalten, funkelnden Sterne,

Jenseits des Vorhangs in zärtlicher Klarheit,

Jenseits der Ferne und jenseits der Schleier,

Überweltlich im Zentrum der Feuer,

Im goldenen Glanz Deiner einfachen Wahrheit,

Wo grenzenlose Sehnsucht erbebt.

 

In der Entbildlichung Deines Blickes,

In der Befreiung von irdischen Normen,

In der Verewigung Deines Glückes,

In der Entweltlichung Deiner Formen,

In höchster Verehrung ewig und groß,

In himmlischer Süße leuchtend vereint,

In Reinheit vermählt in der Göttin Schoß,

In ihr, die uns gütig im Traum erscheint.

 

Lang ist es her, dass Du mich erschautest

Auf frühesten Bahnen, und fassungslos,

Die Räume entgrenzend, die Du erbautest,

Die Augen voll Staunen, empfänglich und groß,

Die Hüllen verlierend, die um Dich waren,

Erde und Wasser tief unten entschwebend,

Um aufwärts mit mir in den Himmel zu fahren,

Schwerelos frei und absolut lebend.

 

Sei mir, was ich von Anbeginn suche,

Sei in der Ewigkeit goldenem Buche,

Sei auf des Himmels grünenden Auen,

Sei Engelsglanz, den wir demütig schauen,

Sei in den Wolken auf azurnem Blau

Sei Grundgedanke, sei ich und sei Du,

Sei heiter im Sein, sei Wonne und Frau,

Sei Sonne und decke mich wortlos zu.

 

Eckehard Junge

24. März 2009

 

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