Strom der Bilder

 

Lieder und Märchen vergangener Zeiten,

Schäumende Ströme von Bildern:

Das innere Auge sie mir weiten.

Mit Worten kann ich es nicht sagen,

Worte sind nur leere Fragen,

Mit Worten kann ich es nicht schildern.

 

Doch grüße ich euch, kommt herein in mein Leben!

Will von eurer Fülle und eurer Freude

Den Lebenden unseres Zeitalters geben.

Was ist es, was seh ich? – Die purpurne Seide,

Die zärtlich den Körper der Göttin umfließt,

Karaffen gefüllt mit dem lieblichsten Weine,

Tänzer im Doppelsonnenscheine –

Freude! sich in mein Herz ergießt.

 

Ich bin auf dem Wege zu strahlender Wahrheit,

Kometengleich durch den Reigen der Sterne,

So ziehe ich hin zur göttlichen Klarheit,

Beherrsche siegreich die Nähe und Ferne –

Und siehe! ich kann sie wieder finden,

Mich mit meiner Göttin wieder vereinen,

Das Königreich Schönheit neu zu begründen,

Und glückliche, tanzende Rassen zeugen,

Nach deren Wunsch Galaxien sich beugen,

Mit meinem Samen aus Edelsteinen.

 

Eckehard Junge, 30. März 1975

Copyright © 1975, 2006 Eckehard Junge 

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